Zwischenruf: Das Jugendwohnen als Teil der Jugendsozialarbeit stärken

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Zwischenruf: Das Jugendwohnen als Teil der Jugendsozialarbeit stärken

Das sozi­al­päd­ago­gisch beglei­te­te Jugend­woh­nen ist als Teil der Jugend­so­zi­al­ar­beit nach § 13 (3) SGB VIII eine Auf­ga­be der der Kinder- und Jugend­hil­fe. Es rich­tet sich an jun­ge Men­schen zwi­schen 14 und 27 Jah­ren in schu­li­scher oder beruf­li­cher Aus­bil­dung. Grund­sätz­lich gilt, dass alle Bewohner*innen durch das sozi­al­päd­ago­gi­sche Ange­bot der Ein­rich­tun­gen des Jugend­woh­nens in ihrer Aus­bil­dung, Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung und Ver­selb­stän­di­gung unter­stützt und beglei­tet wer­den. Unter dem Dach des Jugend­woh­nens fin­den jun­ge Men­schen unab­hän­gig von Her­kunft, Reli­gi­on und sozia­lem Sta­tus ein Zuhau­se. Häu­fig haben die jun­gen Men­schen Bezug zu unter­schied­li­chen Rechts­krei­sen, wor­aus sich eine hete­ro­ge­ne Finan­zie­rungs­struk­tur des Jugend­woh­nens ergibt. Das ermög­licht einer­seits eine Viel­falt unter­schied­li­cher Ange­bo­te und Ziel­grup­pen und stärkt so die hohe sozi­al­in­te­gra­ti­ve Funk­ti­on des Jugend­woh­nens. Ande­rer­seits wur­de in den zurück­lie­gen­den Wochen der pan­de­mie­be­ding­ten Schlie­ßung bzw. Ange­bots­re­du­zie­rung eben­so deut­lich, dass bedingt durch die hete­ro­ge­ne Finanzierungs­struktur die poli­ti­sche Ver­ant­wort­lich­keit zwi­schen den Zuwen­dungs­ge­bern unge­klärt bleibt.

Für die Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft Katho­li­sche Jugend­so­zi­al­ar­beit (BAG KJS) e. V. und den Ver­band der Kol­ping­häu­ser (VKH) e. V. ist es zen­tra­les Anlie­gen, das Jugend­woh­nen als Teil der Jugend­so­zi­al­ar­beit zu stär­ken und wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. In einem Zwi­schen­ruf zur SGB VIII-​Reform for­dern die Ver­bän­de, das sozi­al­päd­ago­gisch beglei­te­te Jugend­woh­nen als inklu­si­ves Ange­bot zu stär­ken, aus­zu­bau­en und expli­zit im SGB VIII zu verankern.

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