Rechte und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen stärken – Jugendarmut bekämpfen

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Rechte und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen stärken – Jugendarmut bekämpfen

Die BAG KJS und ihre Mit­glieds­or­ga­ni­sa­tio­nen bekämp­fen die Ursa­chen und Fol­gen von Jugend­ar­mut und set­zen sich für ein Recht auf Aus­bil­dung und eine pass­ge­naue Unter­stüt­zung beim Über­gang von der Schu­le in den Beruf ein. Im Zuge der Koali­ti­ons­ver­hand­lun­gen rief die BAG KJS die Ver­hand­lungs­part­ner auf, den Blick auf die am stärks­ten von Armut betrof­fe­ne Genera­ti­on zu wer­fen: Jugend­li­che. Mit kon­kre­ten Vor­schlä­gen für den Koali­ti­ons­ver­tag ist der Apell ver­bun­den, Jugend­ar­mut kon­se­quent zu bekämpfen.

Rechte und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen stärken – Jugendarmut bekämpfen

Unter dem Titel „Rech­te und Teil­ha­be von Kin­dern und Jugend­li­chen stär­ken – Jugend­ar­mut bekämp­fen“  for­der­te die BAG KJS die Ver­hand­lungs­part­ner der Koali­ti­ons­ver­hand­lun­gen auf, sich für die Ent­wick­lung und Teil­ha­be aller Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen bis 27 Jah­ren in Deutsch­land einzusetzen.

In den Son­die­rungs­ge­sprä­chen wur­de ver­ein­bart die Kin­der­rech­te zu stär­ken, Kin­der­ar­mut zu bekämp­fen und Ange­bo­te der Betreu­ung und Beglei­tung durch die Jugend­hil­fe in den (Grund-) Schu­len aus­zu­wei­ten – die­se Vor­ha­ben sind drin­gend not­wen­dig und die BAG KJS begrüßt diese.

All­ler­dings ver­misst die Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft Katho­li­sche Jugend­so­zi­al­ar­beit den Blick auf die Situa­ti­on von Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen. Auf dem Weg in ein selbst­stän­di­ges Erwachsenen- und Arbeits­le­ben ste­hen sie vor gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen. Von allen Alters­grup­pen sind die­se jun­gen Men­schen am stärks­ten von Armut bedroht und betroffen.

Forderungen für einen Koalitionsvertrag

Die BAG KJS und ihre Mit­glieds­or­ga­ni­sa­tio­nen bekämp­fen die Ursa­chen und Fol­gen von Jugend­ar­mut und set­zen sich für ein Recht auf Aus­bil­dung und eine pass­ge­naue Unter­stüt­zung beim Über­gang von der Schu­le in den Beruf ein. Damit das gelingt, schlägt die Arbeits­ge­mein­schaft der künf­ti­gen Bun­des­re­gie­rung vor:

  • eine Aus­bil­dungs­ga­ran­tie für alle – auch zuge­wan­der­te und geflüch­te­te – jun­ge Men­schen aus­zu­spre­chen. Um die­se auch ver­bind­lich aus­zu­ge­stal­ten, muss sie gesetz­lich ver­an­kert wer­den. Aus Sicht der BAG KJS ist dies im SGB III am bes­ten mög­lich. Ein wich­ti­ges Instru­ment um eine Aus­bil­dung für alle jun­gen Men­schen zu rea­li­sie­ren ist die 2016 ein­ge­führ­te „Assis­tier­te Aus­bil­dung (§ 130 SGB III)“. Über­le­gun­gen sei­tens der Bun­des­agen­tur für Arbeit, die­ses För­der­instru­ment auf­zu­ge­ben und in Berufs­vor­be­rei­ten­de Bil­dungs­maß­nah­men und aus­bil­dungs­be­glei­ten­de Hil­fen zu inte­grie­ren, leht die Jugend­so­zi­al­ar­beit in katho­li­scher Trä­ger­schaft ab.
  • die ver­schärf­ten Sank­ti­ons­re­geln im SGB II für die Grup­pe der unter 25-​Jährigen abzuschaffen.
  • ganz­heit­li­che und gerech­te Bil­dung für alle jun­gen Men­schen sicher­zu­stel­len und bedarfs­ge­rech­te Ange­bo­te der Unter­stüt­zung, Bera­tung und För­de­rung etwa durch Schul­so­zi­al­ar­beit und nied­rig­schwel­li­ge, auf­su­chen­de Ansät­ze in der Kinder- und Jugend­hil­fe bes­ser zu ver­an­kern. Dies soll­te im § 13 Jugend­so­zi­al­ar­beit des SGB VIII erfol­gen. Not­wen­di­ge Hil­fen zur per­sön­li­chen Ent­wick­lung und/​oder zur sozia­len Inte­gra­ti­on müs­sen ver­läss­lich sein und dür­fen nicht mit Errei­chen der Voll­jäh­rig­keit abrupt enden oder von wech­seln­den Pro­gram­men abhän­gig sein.
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