Ausbildungslose Jugendliche drohen dauerhaft aus dem Blick der Öffentlichkeit zu geraten.

Trotz guter Konjunktur und günstiger Lage auf dem Ausbildungsmarkt sind immer noch rund 1,5 Millionen junge Menschen im Alter zwischen 20 und 29 Jahren ohne Berufsabschluss. Offiziell galten im letzten Ausbildungsjahr 15.650 ausbildungswillige Jugendliche als unversorgt. Hinzu kommen 60.379 junge Menschen in Alternativen, die ihren Ausbildungs-wunsch aufrechterhalten, sowie knapp 90.000 junge Menschen, deren Verbleib der Bundesagentur für Arbeit unbekannt ist. Um die Lebenssituation junger Menschen nachhaltig zu verbessern fordert die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e.V. die Verankerung des Rechts auf Ausbildung im Grundgesetz.

Aus Anlass der Beschlussfassung des Berufsbildungsbericht im Kabinett mahnt Pfarrer Simon Rapp, Vorsitzender der BAG KJS, an: „Wenn sich die Ausbildungsbedingungen nicht für alle jungen Menschen verbessern, nimmt unsere Gesellschaft dauerhaft und bewusst die Verschwendung von Talenten in Kauf. Nach wie vor bleiben zu viele Jugendliche ohne eine Berufsausbildung.“

Damit ausbildungslose junge Menschen nicht dauerhaft von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen bleiben, fordert die BAG KJS die Verankerung eines Grundrechts auf Ausbildung in Artikel 12 des Grundgesetzes: „Jeder hat das Recht auf eine berufliche Ausbildung.“ Menschen ohne Ausbildung sind einem erhöhten Armutsrisiko ausgesetzt und drohen die Langzeitarbeitslosen von morgen zu werden.

Verstärkt triale Ausbildungskonzepte umsetzen

Damit Ausbildung für alle gelingt, schlägt die BAG KJS für Jugendliche mit sozialer Benachteiligung oder individueller Beeinträchtigung verstärkt den Einsatz trialer Ausbildungs-konzepte vor. Träger der Jugendberufshilfe stehen mit ihrer langjährigen Erfahrung zur Unterstützung bereit.

Weitere Informationen zur Forderung „Recht aus Ausbildung“ entnehmen Sie dem Positionspapier auf unserer Homepage unter Stellungnahmen.

Quelle:
BAG KJS

Pressemitteilung herunterladen:
PM BAG KJS fordert Recht auf Ausbildung

Teilen mit: