Position: Schul­ab­sen­tismus ver­stehen und sinnvoll begegnen

Position: Schul­ab­sen­tismus ver­stehen und sinnvoll begegnen

Die Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft Katho­lische Jugend­so­zi­al­arbeit (BAG KJS) fordert die Ver­ant­wort­lichen im Bund, in den Ländern und den Kom­munen dazu auf, den überall in Deutschland und in allen Schul­arten zuneh­menden Schul­ab­sen­tismus ent­schie­dener als bisher zu bekämpfen. Das Thema muss sichtbar gemacht, Prä­vention gestärkt und Ver­ant­wortung über­nommen werden. 

Schul­ab­sen­tismus, der bereits in der Grund­schule beginnt, ist eine bun­des­weite bildungs- und sozi­al­po­li­tische Her­aus­for­derung. Seine Ursachen sind viel­schichtig und reichen von indi­vi­du­ellen Belas­tungen über fami­liäre und soziale Fak­toren bis hin zu struk­tu­rellen Bedin­gungen sowie Pro­blem­lagen im Bil­dungs­system. Schul­ab­sen­tismus kann erheb­liche Folgen für die Bildungs‑, Entwicklungs- und Teil­ha­be­chancen junger Men­schen haben: in ihrer Schul­laufbahn und ins­be­sondere auch mit Blick auf ihre Per­spek­tiven im Anschluss an die Schule.

Ein sinn­voller Umgang mit Schul­ab­sen­tismus erfordert deshalb, gemeinsam Ver­ant­wortung zu über­nehmen – vor allem in Politik, Schule und Jugend­hilfe. Bund, Länder und Kom­munen sind dort glei­cher­maßen gefordert, die not­wen­digen struk­tu­rellen und fach­lichen Rah­men­be­din­gungen für seine Bekämpfung zu schaffen.

Drei zen­trale Bau­steine hierfür sind:

  1. Schul­ab­sen­tismus sichtbar machen und als poli­ti­sches Hand­lungsfeld aner­kennen durch bun­desweit ein­heit­liche Ver­fahren zur Erfassung und Analyse von Fehl­zeiten in den Schulen.
  2. Prä­vention stärken – Jugend­so­zi­al­arbeit und Schul­so­zi­al­arbeit aus­bauen und absi­chern, damit junge Men­schen und ihre Familien früh­zeitig, nied­rig­schwellig und bedarfs­ge­recht unter­stützt werden.
  3. Ver­ant­wortung gemeinsam wahr­nehmen – Schule wei­ter­ent­wi­ckeln und mul­ti­pro­fes­sio­nelle Koope­ration sys­te­ma­tisch umsetzen, indem die Zusam­men­arbeit von Schule, Jugend­hilfe, Eltern und wei­teren Unter­stüt­zungs­sys­temen ver­bindlich aus­ge­staltet und lang­fristig abge­si­chert wird.

Die Umsetzung dieser For­de­rungen auf Bundes‑, Landes- und kom­mu­naler Ebene ist eine zen­trale Vor­aus­setzung, um Schul­ab­sen­tismus früh­zeitig zu begegnen, Bil­dungs­bio­grafien zu sta­bi­li­sieren und die Teil­ha­be­chancen aller jungen Men­schen zu stärken.

Die kom­plette Position finden Sie hier als PDF .

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