Europäische Ausbildungsmobilität unterstützen: Vorbereitung und Begleitung junger EU-Migrant/innen vor und während ihrer Ausbildung in Deutschland.

Europäisch zeigte sich die Jugendhilfe auf dem Forum Europa@DJHT beim letzten Deutschen Jugendhilfetag in Düsseldorf. Und auch der Kooperationsverbund JSA zeigte sich dort europäisch und organisierte unter Federführung der BAG KJS eine Projektpräsentation: „Europäische Ausbildungsmobilität unterstützen von Anfang an – Vorbereitung und Begleitung junger EU-Migrant/innen vor und während ihrer Ausbildung in Deutschland“ war das Thema.

Eindrücklich veranschaulichten die Referentinnen von IN VIA – Köln und dem Verein Internationale Jugendarbeit vij, welche Notwendigkeiten und Chancen in einer guten Vorbereitung und Betreuung dieser Jugendlichen, welche sich zur beruflichen Ausbildung nach Deutschland auf den Weg gemacht haben, liegen.

Das Bundesprogramm der Agentur für Arbeit „Mobi-Pro/Job of my Life“, welches in Köln von IN VIA drei Jahrelang umgesetzt wurde hat gezeigt, wie hoch das Risiko eines Ausbildungsabbruchs unter den angeworbenen Auszubildenden ist und wie eine qualifizierte sozialpädagogische Begleitung die Jugendlichen darin stärken kann, die gewählte Ausbildung erfolgreich durchzustehen.

Auch für die Ausbildungsbetriebe ist IN VIA ein wichtiger Ansprechpartner und eine verlässliche Unterstützung. So äußerte sich eine Ausbildungsverantwortliche eines Hotelbetriebes in einem präsentierten Radiointerview sehr eindeutig: „Ohne einen Träger wie IN VIA würde ich so ein Projekt in unserem Betrieb nicht stemmen…“

Dass auch „traditionelle“ Formen der internationalen Jugendsozialarbeit, z.B. das Au-Pair-Programm, hierbei einen nicht zu unterschätzenden Erfahrungsschatz bieten, hat die Präsentation des vij gezeigt. Der vij übernimmt seit fast 100 Jahren die Begleitung und den notwendigen Schutz von (nicht nur mehr) jungen Frauen die im Ausland arbeiten. Auch wird das Au-Pair-Programm stetig weiterentwickelt und an die aktuellen Anforderungen der europäischen Ausbildungsmobilität angepasst, wobei die spezifischen Bedürfnisse von benachteiligten Jugendlichen im Focus stehen.

Aber nicht nur die jungen Auszubildenden müssen nationale Grenzen überschreiten, sondern auch die Träger und Organisationen, welche solche Mobilitätsprogramme umsetzen. Transnationale Kooperationen mit Partnerorganisationen in den Herkunftsländern sind mitentscheidend für den Erfolg solcher Stützangebote. Deshalb hat InVia Deutschland seit 2016 über Erasmus+/Jugend in Aktion eine “Strategische Partnerschaft” mit Projektpartnern aus Sevilla, Trient, Florenz und Deutschland initiiert. Ein Projektergebnis wird die Ausarbeitung von Standards und eines Leitfadens zur Ausbildungsbegleitung junger EU-Migrant(inn)en sein.

Präsentation: Claudia Deppe von InVia-Köln; Esther Peylo von vij-Stuttgart
Moderation: Alexander Hauser BAG KJS

Alexander Hauser

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